My Touchpad and me …

Die regelmäßigen Leser werden mich als Android-User aus Überzeugung kennen.

Ich liebe mein Galaxy S, die Anpassungsmöglichkeiten von Android und das Zusammenspiel der verschiedenen Google-Dienste. Andere mobile Betriebssysteme habe ich bis vor ein paar Tagen eher belächelt und nicht wirklich ernst genommen.

Aber vor drei Tagen war es dann soweit: Mein Arbeitskollege und weiterer Autor dieses Blogs Felix bekam sein neues Touchpad mit 64GB Speicher in Weiß. Wer ihn kennt weis, dass eben jener Felix schon seit langem WebOS genauso aus Überzeugung nutzt wie ich Android. Natürlich besaß er schon seit langem ein Touchpad, allerdings mit 16GB Speicher und in Schwarz. Dieses war nun für Ihn überflüssig uns so kam es wie es kommen musste. Felix reichte sein günstig erworbenes schwarzes Touchpad zum Selbstkostenpreis an mich weiter. Vielen Dank an dieser Stelle! Das ist bei den Preisen, die bei ebay bezahlt werden nicht selbstverständlich!

Tja und nun saß ich da mit meinen Überzeugungen und einem Touchpad mit WebOS. Wenn euch interessiert, wie ich ein eingefleischter Android-Fanboy auf diese völlig neue Welt reagiert, solltet ihr …. 

Also lag es nun vor mir, ein schwarzes, sehr schlicht und edel anmutendes Touchpad und meine Aufgabe war es nun, meine Vorurteile beiseite zu schieben und mir das Ding mal objektiv anzuschauen.

Zum Aussehen und den technischen Merkmalen muss ich nicht viel erzählen. Das HP Touchpad hat ein 9,7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1024×768 Pixeln, Qualcomm Snapdragon Dual-CPU mit satten 1,2 GHz, Audio-Out über Klinke und ein MicroUSB Abschluss. Ansonsten sieht man von außen nicht mehr als ein Touchpad. Aber darauf soll es mir nicht ankommen, mich interessiert WebOS und die dazugehörige Oberfläche.

Nach dem Einschalten und der ersten Konfiguration werde ich von einem klaren und aufgeräumten Desktop begrüßt. Das erste was auffällt: Sobald dieser Erscheint, ist das System da… Andere System wie Windows oder Android brauchen nachdem der Desktop dargestellt wird noch einige Zeit bis das System vollständig geladen ist. Nicht so WebOS. Der Systemstart ist zwar nicht der schnellste, aber wenn der Desktop einmal eingezeigt wurde steht das System incl der WLAN-Verbindung. Schonmal cool..

Die Struktur und der Menüaufbau sind denkbar einfach und schlicht. 6 Buttons in der unteren Dockleiste, davon der ganz rechts für das App-Menü. Alle anderen frei wählbar. Widgets oder vergleichbar Desktopanwendungen gibt es nicht.. Schade, aber mal abwarten.

Das App-Menü zeigt sich auch klar strukturiert, aber irgendwie anders.

Kategorisiert wird nach Anwendungen – Downloads – Favoriten und Einstellungen, wobei Anwendungen von Haus aus die Sytemmapps und Downloads die nachinstallierten User-Apps beherbergen. Unter Favoriten darf sich der User ein eigenes Wunschmenü zusammenstellen und unter Einstellungen findet man, wie man es erwartet, die Einstellungen des Touchpads.  Auch das Editieren der Menüs gestaltet sich mal wieder denkbar einfach. App antippen und gedrückt lassen und alles weitere erfolgt via drag & drop. Ungewohnt aber gut.

Die simple und Intuitive Bedienung wird auch bei den Einstellungen konsequent umgesetzt. Schlicht, einfach, aber funktionell.

Was mir sehr gut gefällt sind die Gesten und das daraus resultierende Multi-Tasking. Dieses ist für mich nahezu perfekt umgesetzt. Ungewohnt aber klasse. Hat man mal eine oder mehr Anwendungen geöffnet wischt man nur einmal von unten nach oben auf das Display (oder drückt den HOME-Button) und die aktive Anwendung wird in einer Übersicht zusammen mit den anderen verkleinert auf dem Desktop angezeigt. Diese können einfach via drag & drop zu Gruppen kombiniert und durch antippen wieder ins Vollbild gebracht werden. Ich bin begeistert. Echt.

Einige Stunden später, nachdem preware (der „Jailbreak / root“ des WebOS), verschiedene Kernels, Tweaks und andere Apps installiert sind, wird das Gerät aber leider schon das erste mal für mich langweilig und mir wird klar, dass die konsequente Linie von WebOS alles simpel und einfach zu halten einen Nachteil hat. Die Anpassbarkeit leidet arg!

Zu diesem Zeitpunkt habe ich bereits (zumindest gefühlt) jeden Button und jede Einstellung des Touchpads einmal angeklickt und nun weiß ich nicht mehr was ich machen soll. Aber da kommt wohl meine Nerd-Ader in mir durch, die nicht zufrieden gestellt wird, wenn man nichts zu basteln hat.

Fazit: Das Touchpad läuft echt super, gerade für Einsteiger ist es ein optimales Pad für die Couch oder zwischendurch, den es funktioniert einfach und es funktioniert sehr gut! Für Bastler wie mich ist es nicht das Traumpad, da ich einfach andere Anforderungen an ein System habe, als der Durchschnitts-Enduser.

Aber glücklicherweise gibt es ja für Bastler wie mich den CyanogenMod. Mehr zum Thema Touchpad und CM7.1 lest Ihr demnächst hier auf nichtlesen.net . Stay tuned!

 

 

3 Gedanken zu „My Touchpad and me …

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