GEZ – Neue Änderungen ab 2012 & 2013

Bildquelle: http://www.idev-world.de

Die Rundfunkgebühren-Ordnung wird mit dem 01.01.2012 geändert. Ab 01.01.2013 gilt dann der 15. Rundfunkänderungsstaatsvertrag.
Ein tolles Wort… Sollte man sich merken, hat Potential für das Unwort des Jahres.
Von da an jedenfalls soll nicht mehr jeder Empfänger, sondern jeder Haushalt löhnen.

Einen klaren Vorteil hat das Ganze ja: Eine Familie muss nicht mehr für jedes Mitglied einen Beitrag zahlen.
Ob man die öffentlich-rechtlichen Sender sieht oder nicht, war ja für die GEZ schon immer belanglos. Allerdings ist es jetzt sogar egal, ob man ein Mediengerät hat oder nicht.
Ab 01. Januar 2012 muss jeder Haushalt seine Angaben aktualisieren, damit der monatliche Beitrag in Höhe von 17,98€ eingezogen werden kann. Wer sich noch nicht gemeldet hat, sollte dies aber bis zum 31.12.2012 tun, da er sonst automatisch zum Beitragsschuldner wird. Ein weiterer Vorteil findet sich darin, dass es sich um einen Pauschalbetrag handelt. Es beinhaltet also alle Mediengerät, von Radio über Fernseher bis zum PC. Klingt soweit ja ganz toll und auch etwas verbraucherfreundlicher als bisher.
Doch die GEZ wäre nicht die GEZ, wenn es nicht ein Hintertürchen gäbe, durch das sich das große Geld machen ließe, denn: Inhaber von Unternehmen, Wohnungen oder Kraftfahrzeugen müssen dies zusätzlich anzeigen. Auch Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen müssen zusätzlich bezahlt werden.
Für die Unternehmen kommt es aber noch härter: Hier muss jetzt für jede Filiale gezahlt werden, der Beitrag staffelt sich aber nach Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter! Nur Kleinstunternehmen haben einen auf ein Drittel reduzierten Satz zu zahlen. Für Hotel- und Gästezimmer sowie gewerblich genutzte Ferienwohnungen und Kraftfahrzeuge sind die Rundfunkgebühren separat geregelt.
Befreiungsanträge können wie vorher auch nach den gleichen Regelungen gestellt werden. Ob die GEZ diese annimmt, bleibt natürlich weiterhin in ihrem Ermessen. Man findet immer Gründe, Anträge ablehnen zu können…
Doch Achtung, jetzt kommt der Hammer: Gibt man vorsätzlich oder fahrlässig falsche Daten an, oder gerät man über sechs Monate in Zahlungsverzug, begeht man eine Ordnungswidrigkeit! Diese wird natürlich mit einem ordentlichen Bußgeld geahndet, um hier noch mehr Kapital schlagen zu können.
Was bleibt einem da noch übrig, als fassungslos das letzte Wort dieses Beitrages an zu starren…?

2 Gedanken zu „GEZ – Neue Änderungen ab 2012 & 2013

  1. Ordnungsgelder zu verhängen geht ja wohl über alle Grenzen des gesunden Menschenverstands hinaus. Nicht nur, dass hier einfach angenommen wird, dass jeder Haushalt entsprechende Medien hat, nein, man verfolgt die Leute auch noch.

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